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Europas Wochenende: Schweizer Durchbruch, Italiens Kraftakt und 61 britische Punkte

Die Schweiz schlägt Tschechien 11:9, Italien bezwingt Polen 21:14 und Großbritannien Development gewinnt in Georgien 61:0. Drei Spiele prägen den Länderspiel-Oktober.

Schweizer Durchbruch, italienischer Kraftakt

Die wichtigste Zahl im europäischen Football am 10. und 11. Oktober war nicht 61, sondern zwei: der Vorsprung, mit dem die Schweiz Tschechien bezwang und aus einer schwierigen EM-Gruppe eine echte Chance machte. Auch Italien musste erfahren, wie wenig ein guter Ruf auswärts wert ist: Erst ein Touchdown im vierten Viertel entschied gegen Polen. Großbritanniens Entwicklungsteam lieferte gegen Georgien das deutlichste Ergebnis.

Drei Spiele, drei Formen des Fortschritts. Die Schweiz feierte einen Durchbruch, Polen forderte einen etablierten Favoriten, Georgien stieg in den internationalen Pflichtspielbetrieb im Tackle Football ein. Unsere verifizierte Auswahl umfasst diesmal drei Herren-Länderspiele, keine künstlich aufgefüllte Top Ten.

Die Ergebnisse

Schweiz 11:9 Tschechien — 10. Oktober, Chur; IFAF-Europameisterschaft, Level 1, Gruppe D. Eine gescheiterte späte Two-Point Conversion und eine Interception sicherten den Schweizer Sieg.

Italien 21:14 Polen — 10. Oktober, Wrocław; Level 1, Gruppe C. Luke Zahradkas dritter Touchdownpass entschied die Partie, nachdem Polen ausgeglichen hatte.

Großbritannien Development 61:0 Georgien — 11. Oktober, Tiflis; Level 2. Großbritanniens Entwicklungsteam blieb bei Georgiens internationalem Pflichtspieldebüt ohne Gegenpunkte.

Das sind Turnierergebnisse, keine europäische Klubrangliste. Das britische Entwicklungsteam ist ein eigener Teilnehmer; die erste Nationalmannschaft spielt auf Level 1.

Engstes Spiel: Die Schweiz verändert die Gruppe

Vor dem Spiel erklärte Schweizer Head Coach Geoff Buffum gegenüber IFAF, sein Land habe in diesem Wettbewerb seit zehn Jahren nicht gewonnen. Tschechien, Fünfter des vorherigen Zyklus, reiste mit Trainer Martin Kociáns Ziel an, den nächsten Schritt Richtung Final Four zu machen. Dieser Gegensatz macht das 11:9 zur deutlichsten Überraschung des Wochenendes.

Die Schweiz lag nach dem ersten Viertel elf Punkte vorn. Der Touchdown entstand aus einem Double Reverse und einem Pass auf Quarterback Loris Lenzlinger in der Endzone. Ein Field Goal und ein Safety vervollständigten die Punkteausbeute. Dieser ungewöhnliche Beginn verschaffte letztlich genau den nötigen Spielraum.

Tschechien verlor Starting Quarterback Amos Feranec durch eine Verletzung für den Rest des Spiels und lag zur Halbzeit 3:11 zurück. Im Schlussviertel fand Vít Bezecný Josef Janota zum Touchdown, doch der Versuch zum Ausgleich mit zwei Punkten scheiterte. Eine Interception beendete anschließend die Aufholjagd. Eine bestätigte medizinische Prognose enthält der Bericht nicht; längerfristige Folgen der Verletzung bleiben offen.

Die Schweiz steht damit in Gruppe D bei 1–0, Dänemark vor seinem ersten Spiel und Tschechien bei 0–1. Am 17. Oktober geht es für die Schweizer nach Dänemark; Tschechien empfängt die Dänen am 24. Oktober. Ein knappes Ergebnis hat beide Begegnungen noch interessanter gemacht.

Italien gewinnt mühsam, Polen verdient Aufmerksamkeit

Polens Rückkehr nach acht Jahren ohne Länderspiel war keine bloße Begrüßungsfeier. Jakub Samels Team ging durch Mariusz Góreckis Touchdownpass auf Hubert Frej in Führung und stellte Italien nahe der eigenen Endzone wiederholt vor Probleme.

Zahradka antwortete über Bruno Escobar und bediente kurz vor der Pause Matteo Mozzanica zu einem 30-Yard-Touchdown. Polen schlug nach der Pause zurück: Kamil Kotlarz bereitete mit einem Lauf über 37 Yards Góreckis Touchdownpass auf Kacper Jaszewski vor. Beim 14:14 war die Überraschung eine reale Möglichkeit.

Der entscheidende Angriff gehörte Italien. Laut dem ausführlichen Bericht von American Football International fand Zahradka bei einem vierten Versuch Lorenzo Bassi zum Drei-Yard-Touchdown, 7:39 Minuten vor Schluss. Brian Michittis Team erhielt den Ball später bei 4:38 Restzeit zurück und gab ihn nicht mehr ab. Polen zwang Italien, den Sieg zu erarbeiten; die Tabellenbelohnung nahmen trotzdem die Gäste mit.

AFI meldet für Zahradka 24 vollständige Pässe bei 38 Versuchen, 220 Yards, drei Touchdowns und keine Interception. Ryan Minniti lief bei 20 Versuchen für 106 Yards, Escobar fing sieben Pässe für 71 Yards. Italien führte bei den Gesamtyards 333:203 und bei den First Downs 23:9. Vergebene Chancen hielten den Abstand dennoch bei sieben Punkten.

Italien startet mit 1–0, Ungarn hat noch nicht gespielt. Polen steht bei 0–1 und reist am 17. Oktober nach Ungarn; Italien empfängt Ungarn am 24. Oktober. Polens Leistung verdient Interesse, aber keinen Trostsieg in der Tabelle.

Höchster Sieg: Britische Kaderbreite trifft Georgiens Anfang

Das 61:0 in Tiflis war der größte Abstand dieser drei Spiele. IFAF nennt für Großbritanniens Entwicklungsteam ein Durchschnittsalter von 22,5 Jahren. Quarterback Louis Benzey warf drei Touchdownpässe: zwei auf seinen Bristol-Aztecs-Teamkollegen Oliver Luck, einen auf Zion Anjorin. Später bediente Reece Aris seinen Mitspieler bei den East Kilbride Pirates, Arran McDonald, zu einem weiteren Touchdown.

Simon Olafia, Ben Crabbe, Mike Sop und Jaedon Wilson erzielten Lauf-Touchdowns. Callum Twine fing einen Pass von Lasha Alavidze ab, als Georgien im vierten Viertel seine ersten Punkte suchte. Das sind verifizierte Scoring-Beiträge, keine europaweite Statistikrangliste. Vergleichbare Yard-Gesamtwerte lagen in den Berichten nicht für alle drei Spiele vor.

Georgiens Einstieg zählt auch jenseits des Ergebnisses. Ein neuer Teilnehmer besitzt nun internationale Pflichtspielerfahrung, auf der er aufbauen kann. Großbritannien bietet seinen Entwicklungsspielern relevante Partien. Spanien liefert den nächsten Vergleich: am 18. Oktober auswärts gegen die Briten, am 24. Oktober zu Hause gegen Georgien.

Das nächste Wochenende hat Gewicht

Dänemark und Ungarn steigen in Gruppen ein, die knappe Spiele bereits geprägt haben. Spanien trifft auf den höchsten Sieger. Türkiye–Belgien am 17. Oktober ergänzt Gruppe A; Finnland empfängt am 24. Oktober Großbritanniens erste Nationalmannschaft. Der Herbst erzählt mehr als die Geschichte dreier Sieger: Etablierte Teams verteidigen ihren Status, Rückkehrer prüfen die Hierarchie und neue Teilnehmer suchen ihr Niveau.

Quellen: offizielle IFAF-Vorschauen, Spielberichte und Gruppentabellen sowie AFIs Bericht zu Italien–Polen. Einzelstatistiken sind dem verfügbaren Bericht zugeordnet; ein vollständiger Vergleich der statistischen Wochenendbesten wird nicht behauptet.

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Sources

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